Auf dieser Seite sehen Sie interaktive Bildgalerien und Videos unserer Rennen. Wir sind bemüht, im Zuge der Neugestaltung der Seiten die Galerien kontinuierlich zu ergänzen. Immer mal wieder reinschauen lohnt sich also!
Die Renn-Saison 2011
Mickhausen, mein Heimrennen
An unserem Heimrennen, dem Mickhauser Bergrennen, gibt's besonders viel zu tun, sowohl für die Mannschaft als auch mich. Meine Teamkameraden und ich sind besonders eingespannt an diesem Wochenende, denn neben dem Auto haben wir auch viele Aufgaben in der Organisation des Rennens zu bewältigen. Nachdem ich Donnerstag ab Nachmittag und Freitag den ganzen Tag bis in die Nacht die Fahrereinteilung organisierte, konnte ich mit wenig Schlaf und großer Müdigkeit den 1. Trainingslauf gut beginnen. Ich fuhr gleich die zweitbeste Zeit in meiner Klasse.
Wir hatten sehr viele Ausfälle am Samstag und konnten deshalb nur drei der geplanten vier Läufe fahren. Der 2. Lauf verlief so wie der 1. Lauf, doch im 3. Lauf konnte ich mich durch meine immer größere werdende Müdigkeit nicht mehr konzentrieren und fiel zurück auf den 5. Platz. Armin, der an diesem Wochenende mit seinem 8V-Polo auch in meiner Klasse zum "Spaß" fuhr, ließ uns beinahe blass aussehen. Er fuhr im letzten Lauf eine hohe 1:02er Zeit, mit der er dann auf den 2. Rang stand. Werner, Thomas, Patrick, Oli, Manuel und dessen Vater sowie Heiko halfen uns beim Vorbereiten unserer Polos, damit wir unbeschwert am Sonntag ins Rennen gehen konnten. Ich ging an diesen Abend schon zeitig ins Bett, denn der Schlaf fehlte mir von den Vortagen.
Am Sonntag stand ich schon früh auf, um mir Informationen von der Strecke einzuholen. Der Start wurde um ca. eine Stunde verschoben, da durch starken Nebel die Strecke leicht feucht war.
Endlich war es soweit, es ging los, und die erste Startgruppe fuhr verhalten aber sicher den Berg hoch. Ich wusste, dass ich gleich im 1. Lauf voll reinhalten musste, denn einige Fahrer gehen da lieber auf eine Nummer sicher, und den Abstand den ich dann haben könnte würden die Klassen-Kollegen dann schwer aufholen können. So war es dann auch, ich fuhr gleich die zwetbeste Zeit hinter André Stellberg, die anderen waren mehrere Sekunden hinter uns. Im 2. Lauf legte ich gleich noch mal zu und fuhr eine 1:02,971, doch André war wieder einen Tick schneller, auch Armin fuhr eine 1:02,862! Armin ist ein absolutes Fahrertalent (oder einfach nur verrückt ;-)?) So, jetzt musste ich noch einmal alles geben, denn die anderen waren jetzt schneller geworden und saßen mir im Nacken. Ich stand am Start und sprach zu mir: "Konzentrier' Dich und gib alles für Bruno!" Bruno war ein Freund schon seit meiner Kindheit, der heuer im Februar mit nur 42 Jahren schon so früh von uns gehen musste. Er war ein absoluter Bergrennfan, besonders vom Mickhauser Bergrennen. Er war mit Sicherheit da oben und hat uns zugesehen. Nun wieder zurück zum Rennen. Armin fiel leider nach einem Antriebswellenschaden aus. Mein Start war super. Das erste Eck passte auch und schon ging`s Richtung Antoniusbuche, jetzt aber nur kurz vom Gas vor dem Wald und durch. Das war schon wieder ein bisschen schneller wie vorher, empfand ich. Nun rein ins Karussell, diesmal im 4. Gang statt wie vorher im 3., passte und weiter durch die Waldkurve Richtung Kapelle. So diesmal noch einen Tick schneller als vorher, sagte ich zu mir, und so war es dann auch. Zum Schluss musst ich nur die Schikane sauber fahren, so dass ich meinen 2. Platz halten kann, dachte ich mir. Auch die Schikane war o.K. Dann kam die Ziellinie und ich rollte aus. Nach dem Wald stand auf der rechten Seite die Zeitnahmeanzeige, 1:02,257, ich war zufrieden mit mir. Jetzt reihte ich mich in die Aufstellung für die Rückführung ein, zog mein Helm aus und stieg aus meinem Auto. Hans-Peter Wiebe kam zu mir und gratulierte mir zum Sieg!? Sieg? Das glaub ich nicht, sagte ich, da schaute ich gleich auf den Lifestream des Berg-Zeitnahmeteams. Er hatte recht! Ich ließ gleich einen Jubelschrei los und war überglücklich. André hatte im letzten Lauf zuviel riskiert und somit den 1. Platz an mich verloren. Der 1. Platz zu Hause vor dem heimischen Publikum ist ein Traum ich kann's noch gar nicht fassen. Ich widmete den Sieg meinem verstorbenen Freund Bruno. Ein großes Dankeschön geht an alle die mir geholfen haben, sowie allen die mich so herzig am Vorstartbereich empfangen haben und natürlich Mario Minichberger für das tolle Auto, das er uns gebaut hat!!! Danke!
Am Freitag Nachmittag kurz nach 15.00Uhr fuhren wir in Richtung St.Agatha (A). Bei Landshut hängten wir unseren Anhänger an, den hatte Armin dort abgestellt, nach seiner letzten fahrt in Eichenbühl.
Nachdem wir uns ein wenig verfahren hatten, kamen wir um halb 8 abends bei meiner Cousine Moni und deren Familie an. Wir feierten noch ein wenig unser Wiedersehen, denn am Samstag fing das Training erst gegen 14.00 Uhr an. In der Früh nach dem Frühstück fuhr ich die Strecke mehrmals ab und ging danach zur Papierabnahme. Danach luden wir den Polo ab und bereiteten Ihn fürs Training vor.
Endlich ging das Training los, denn St. Agatha ist eine meiner Lieblingsstrecken. Ich fuhr gleich im 1. Trainingslauf die zweitbeste Zeit, hinter Gerhard Moser. Das blieb im gesamten Training auch so. Am Abend feierten wir dann den Geburtstag von Thomas.
Sonntag in der Früh fuhren Hansi Eller und ich mehrmals die Strecke ab und suchten nach Ecken, wo wir evtl. noch schneller fahren können. Der 3. Trainingslauf verlief wie die ersten 2 Läufe, immer an 2. Stelle.
Das Rennen begann dann gegen halb eins. Gerhard Moser, der Leader viel mit einem Antriebswellenschaden aus. André Stellberg fuhr im 1. Lauf eine beachtliche 1:26,712 schnelle Zeit, ich 1:27,023, trotzdem blieb ich noch immer an 2. Stelle. Nun im 2. Lauf hat sich der Dampfhammer von Manfred Konrad gemeldet, 1:26,013 war angesagt und ich hatte leider einen Durchhänger und wurde langsamer als im 1. Lauf, dass kostete mich meinen 2. Platz. Ich war frustriert, denn ich hätte gerne noch eine 1:26 er Zeit gefahren und den 2. Platz behalten.
Danke an die Familie Pointinger Rudi, Thomas und Julian für die Hilfe an dem ganzen Wochenende!
Im nächsten Jahr mach ich es besser! Jetzt blicken wir vorwärts auf das Rennen am kommenden Wochenende in Mickhausen.
Glasbach-Bergrennen
Armin mit Familie und Heiko fuhren am Freitag Nachmittag nach Bad Liebenstein zum Glasbach Bergrennen.
Schnell alles aufgebaut und hergerichtet, damit sich Armin die "neue" Strecke genau anschauen kann und einprägen kann.
Am Samstag in der Früh fuhren Thomas, Kerstin und Wolfgang zu Armin zum Training. Armin bekam von Hugo Moser ein paar Tipps wie er sich die Strecke gut einprägen kann und somit schnell passieren kann. Armin war auf Anhieb die schnellste Zeit in der 1300er Klasse gefahren. Keiner konnte auch in den anderen drei Läufen Paroli bieten und seinem Speed mithalten. Am Sonntag in der Früh regnete es und Markus Spöri konnte seinen allradgetriebenen Suzuki als schnellster durch das Kurvenlabirint treiben. Armin hatte einen schlechten Start und wurde dritter. In den folgenden Läufen arbeitete sich Armin immer weiter nach vorne. Vor dem letzten Lauf telefonierte Armin nochmal mit Wolfgang, der sich schon sicher war, dass Armin im letzten Lauf noch eins drauflegen würde. Die Spannung wuchs, im Lifeportal des Berg-Zeitnahmeteams (www.berg-zeitnahme.de) konnten alle die aufregende Minuten miterleben. Sieg!!! Armin konnte durch seinen Ehrgeiz und sein können den 1. Sieg einfahren. Gratuliere Armin!
Der Polo wurde im Anschluß mit Weißbier auf Maxl getauft! Alles Gute für das kommende Wochenende in Unterfranken in Eichenbühl, Armin und Maxl!
Nach ein paar erholsamen Urlaubstagen fuhren wir nach Hause und richteten alles fürs Rennwochenende her.
Am Freitag in der Früh um 7 fuhren wir los zu Mario um unseren blauen Polo nach "Herzoperation" abzuholen.
Mario hat fleißig den blauen wieder in fahrt gebracht. Wir luden ihn noch schnell ein und fuhren mit Hansi gemeinsam in die Schweiz nach Oberhallau.
Mittags kamen wir an, luden ab und bauten unser "Minichberger-Fahrerlager" auf. Es war richtig zümpftig am Abend beim und nach dem Essen.
Am Samstag am Morgen bereiteten ich den Polo für das Training vor. Es regnete immer wieder und da ich bis auf Babs, alleine war musste ich alle Vorbereitungen immer alleine machen. Das war nicht die Ideale um sich auf das Rennen zu konzentrieren.
Am Sonntag in der Früh war der Fahrbahnbelag trocken und ich fuhr den 1. Lauf mit den neuen Slicks.
Mein Start war nicht ganz so gut. Die darauf folgenden Kurven konnte ich schnell fahren, plötzlich brach mir beim Anbremsen zwei Kurven vor der Tarzankurve, das Heck aus. Ich konnte aber mein Auto gut abfangen und weiter Richtung Ziel weiterfahren. Auf dem Weg zum 2. Rennlauf schob sich der Ölfilter wegen zu hohem Öldruck, aus der Aufnahme und das Öl verteilte sich im Motorraum, Unterboden und Reifen. Dank vieler Freunde und Helfer, die mir das Auto reinigten und wieder startklar machten, als letzter in meiner Startgruppe, gerade noch starten. Die Zeit war für all den Umständen eigentlich ganz gut. Vor dem 3. Lauf musste wir zu meinem Schrecken feststellen, dass der Öldruck immer noch um das mehrfache zu hoch ist. Mario konnte leider in so kurzer Zeit nichts mehr ausrichte. Ich hatte nicht genug Nerven und hatte kein Vertrauen in das Auto. Der letzte Lauf war somit kein Toplauf und ich wurde nur 5. (von 9).
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Helfern die mir am Vorstart und auch danach so tatkräftig unterstützt haben, recht herzlich bedanken!
Osnabrück
Nachdem ich dem Armin die schlechte Nachricht überbrachte, das der Motor am Polo kaputt ist, machte sich Armin und seine fleißigen Helfer in der Woche vor Osnabrück gleich an die Arbeit den 8-Ventiler Polo von Armin startklar zu machen.
Ein sequentielles 6-Ganggetriebe wurde noch eingebaut und noch viele andere Hürden musste Armin am Auto noch nehmen.
Nach langer Anreise zum Bergrennen Osnabrück bereiteten Armin und sein Team das Auto vor.
Am Samstag fuhr Armin mit seinem großen fahrerischen Talent, mit seine stark untermotorisierten Auto kämpferisch auf den 2. Platz. Am Abend bereiteten sie nach einem sonnigen Tag das Auto auf ein Regenrennen für Sonntag vor.
Am Sonntag regnete es in Strömen. Armin hatte von Anfang an Probleme mit dem Getriebe, es ließ sich nicht in alle Gänge schalten. Leider konnte er nicht mehr als den 7. Platz (von 12) einfahren.
Es war schade, dass seine große Mühe, die er vor dem Rennen mit dem Zusammenbauen des Autos hatte, nicht belohnt wurde. Kopf hoch Armin, irgendwann lässt unsere Pechsträhne nach!
Hauenstein
Nach angenehmer Anreise in die schöne Rhön luden wir den Polo ab und stellten ihn in die Garage unserer netten Gastgeberfamilie.
Am nächsten Tag ließen wir den Polo warmlaufen und bereiteten den Renner auf das Training vor.
Ich fuhr zum Vorstart vor und wartete bis ich dran kam.
Als ich nach einigen Unterbrechnungen endlich an der Reihe war brach mir ein Teil im Motor ab und beschädigte ihn stark.
Das war das Aus für das Wochenende.
Homburg
Am Samstag mit kleiner Verspätung begann das Training bei strahlendem Sonnenschein. Armin saß zum ersten mal in dieser Saison im Rennwagen. Die kleinen Probleme mit der Spur, die mich in Wolsfeld zur Verzweiflung brachten, hat Mario behoben. Der Polo war also bestens gerüstet für Homburg. Armin kam gleich von Anfang an gut zurecht mit dem Auto. Er konnte seine Zeiten stetig steigern. Ich stellte vor dem letzten Trainingslauf noch mal das KW- Fahrwerk ein bisschen anders ein, damit das Auto bei der schon stark in Mitleidenschaft gezogenen Strecke ruhiger wird. Die Zeit war dann gleich noch mal besser. Leider nahm das Auto in den letzten 300 Metern das Gas nicht mehr an. Nach dem Training suchten wir verzweifelt nach der Ursache. Alle möglichen Dinge haben wir durchprobiert. Mario half uns dabei, den Fehler zu finden. Der Sprit war wahrscheinlich die Ursache, der war noch vom letzten Jahr Oktober. Am Sonntag in der Früh' regnete es und ich stellte das Fahrwerk um für Regenrennen. Unsere Konkurrenz Markus Spöri hatte mit seinem allradgetriebenen Suzuki klare Vorteile, die Armin durch sein fahrerisches Können nicht ausgleichen konnte. Trotzdem war Armin sofort richtig schnell und reihte sich hinter dem M. Spöri ein, dicht gefolgt von Helmut Götzel. Der Rest des Fahrerfeldes hatte einen größeren Abstand zu uns. Armin konnte sich auch im zweiten Lauf noch mal verbessern. Der dritte Lauf wäre um ein Haar der Sieg in unserer Klasse gewesen, da M. Spöri durch technischen Defekt ausgeschieden ist. Zu unserem Pech wurde das Rennen nach mehreren Unfällen in der 1600- und 2-Liter-Klasse abgebrochen. Trotzdem sind wir sehr zufrieden mit dem guten Ergebnis! Glückwunsch Armin, weiter so! Vielen Dank an Werner, Flo und Mario für die tatkräftige Unterstützung!
WOLSFELD
Freitag Nacht haben wir die Reise nach Wolsfeld (bei Bitburg) angetreten und sind dann nach einer Schlaf-Pause am Samstag in der Früh dort gegen 8 Uhr angekommen. Wir haben das Auto noch am Samstag zusammengebaut, da wir nicht alles unter der Woche geschafft hatten.
Das Training verlief am Sonntag soweit so gut, ich steigerte mich pro Lauf. Ich war richtig beeindruckt von der Leistung meines Polos.
Wir haben die Elektronik am Trainingstag noch optimiert und dann schon das Regensetup vorbereitet, da der Wetterbericht Regen voraus gesagt hatte.
Am Sonntag war die Straße am Morgen noch nass und ich fuhr auf Regenreifen gleich die drittbeste Zeit. Doch leider trocknete die Straße schnell ab und ich konnte nicht mehr die Pace der anderen mithalten.
Ich hatte mir mehr erwartet von diesem Wochenende mit dem neu überarbeiteten Motor. Warum ich auf keine bessere Zeit kam ist mit völlig rätselhaft.
Dennoch hatten wir in Wolsfeld viel Spaß am ganzen Wochenende und hoffen auf ein besseres Ergebnis in Homburg am 16./17.Juli.
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